Umweltdienst

Die Hauptaufgabenbereiche des Umweltdienstes

Allgemeine & spezifische VERWALTUNGSPOLIZEILICHE VERDORDNUNG der Gemeinde Kelmis | VERWALTUNGSSTRAFEN

Allgemeine & spezifische Verwaltungspolizeiliche Verordnung der Gemeinde Kelmis

Was sollen wir denn damit tun? Ist die überhaupt erforderlich?

Leider ja! Unsere Gemeinde ist sehr dicht besiedelt, was das Zusammenleben nicht immer vereinfacht. Die allgemeine & die spezifische verwaltungspolizeilichen Verordnungen geben hier einen Rahmen vor, an den wir uns alle anlehnen können und sollen im täglichen Leben. Sie regeln vielfältige Bereiche:

  • Sicherer und ungehinderter Verkehr auf öffentlicher Straße
  • Öffentliche Sauberkeit
  • Öffentliche Gesundheit
  • Öffentliche Sicherheit
  • Öffentliche Versammlungen
  • Lager und Ferienhäuser
  • Tiere
  • Einfriedung der Immobilien
  • Organisation von Tombolas, Verkäufen und Sammlungen auf öffentlichen Straßen
  • Müllabfuhr auf dem Gemeindegebiet
  • Schutz der Bäume, Hecken, Grünanlagen und Wasserflächen
  • Trinkwasserversorgung
  • Anschlagen von Plakaten, von Werbevorrichtungen sowie das Aufstellen von Hinweisschildern
  • Pflücken von kleinen Erzeugnissen in den Gemeindewäldern
  • Festlegung der Polizeistunde
  • Bestattungs- und Friedhofsordnung
  • Lärmbekämpfung
  • Kirmessen, Messen und Märkte
  • Verzehr, Verkauf und Abgabe von alkoholhaltigen Getränken auf öffentlicher Straße
  • Hundesteuer

 Die Bereiche in Fettschrift sind ganz oder teilweise Kompetenz des Umweltdienstes, der hier für alle Fragen in Zusammenhang mit diesen Bereichen zur Verfügung steht


Verwaltungsstrafen

Wieso das denn, wird sich mancher fragen?

Nicht jeder hält sich an die geltenden Vorschriften der Polizeiverordnungen oder der Abfallgesetzgebungen. Vielleicht findet er sie unnütz oder gar töricht… Sie müssen jedoch eingehalten werden… zum Wohle aller.

Die Feststellungsbeamten der Gemeinde und/oder der Polizei treten meistens verwarnend auf…, begegnen aber auch Beratungs resistenten Mitbürgern… In diesen Fällen können diese Verwaltungsberichte erstellen oder Protokollieren, was zur Verhängung von Verwaltungsstrafen führt, die durch den Sanktionsbeamten verhängt werden.

Maximal 350 € bei den Polizeiverordnungen, können diese bei Verstößen gegen Umweltgesetzen, z.B. Verstoß gegen das Abfallgesetzbuch, schnell ein Vielfaches dieser Summe erreichen.

 

BÄUME und HECKEN
Ich möchte Bäume oder Hecken pflanzen, ich möchte Bäumen oder Hecken entfernen… Darf ich das? Was muss ich beachten?
  1. Bäume anpflanzen
Möchte ich einen Baum pflanzen, brauche ich dafür keine Genehmigung, muss jedoch beachten, dass ich den Baum in einem Mindestabstand von 2 m von der Grundstücksgrenze setze.

Wir von der Gemeinde geben zusätzlich folgende Ratschläge:
- Beachten Sie, dass gewisse Bäume schnell sehr groß oder sehr ausladend werden. Sie können also schnell zum Problem werden. Wir raten hier dazu fachmännischen Rat einzuholen, es gibt nämlich viele Baumarten, die speziell, auch für kleinere Grundstücke, gezüchtet werden;
- Beachten Sie den späteren Schattenwurf. Ein Nachbar könnte sich dadurch gestört fühlen…Streit vorprogrammiert L

  1. Hecken anpflanzen
Möchte ich eine Hecke anpflanzen, habe ich 2 Möglichkeiten:
- Die mittige Hecke wird mit dem Nachbarn abgesprochen. In der Regel, beteiligen sich beide Parteien an die Kosten und jeder sorgt für den Unterhalt seiner Seite, es sei denn man trifft eine Absprache
- Die private Hecke muss mindestens 50cm von der Grundstücksgrenze gepflanzt werden. Wir raten sogar zu noch mehr Abstand, denn man ist alleine für den Unterhalt zuständig, was auch die Pflege auf der Seite des Nachbarn beinhaltet. Dieser muss uns zwar theoretisch Zugang auf seinem Grund gewähren um dies bewerkstelligen zu können… Es ist jedoch nicht immer erwünscht.
 
Wie hoch darf meine Hecke werden?
Befinden wir uns in einer städtebaulichen Parzellierung, kann es sein, dass diese eine Maximalhöhe festlegt. Der Umweltdienst gibt Ihnen hier Auskunft.
Pflanzen wir eine Hecke an der Straßenseite, insbesondere im Bereich von Kreuzungen oder Kurven, darf diese auf keinen Fall höher als 1,40 m werden (Provinzial-Verordnung).
Ansonsten gelten keine eindeutigen Regeln, wir raten jedoch dazu eine Hecke nicht höher als 2 m wachsen zu lassen, da dies die Höhe ist, die die zuständigen Friedensgerichte in ihren Rechtsprechungen anwenden. Bei Streitfällen, mangels städtebaulichen oder Provinz – Vorschriften, ist das Friedensgericht Eupen die zuständige Instanz.

Welche Heckenpflanzen darf ich nutzen?
Sensu stricto, was Sie möchten, wir raten jedoch von Thuja, Zypressen, Fichten oder Kirchlorbeer ab, weil diese Hecken einer sehr intensiven und regelmäßigen Pflege bedürfen, weil man sie kaum zurücksetzen kann (sie sterben innen ab) und nicht zuletzt weil sie unserer lokalen Fauna und Avifauna weder Nahrung, noch geeigneten Unterschlupf bitten.
Stattdessen raten wir zu Hecken aus einheimischen Arten, die auch teilweise immergrün sind oder auch im Winter eine gewisse Blickdichte bieten. Der Umweltdienst kann Ihnen hier wertvolle Ratschläge geben.

  1. Bäume oder Hecken fällen
Dies unterliegt einer Genehmigung durch das Gemeindekollegium oder gar eine Städtebaugenehmigung im Fall von geschützten oder markanten Bäumen.
Eine einfache Faustregel bei Bäumen: Ist der Stammumfang in 1,5 m Höhe größer als 30 cm, ist eine Genehmigung erforderlich.
Das Entfernen von Hecken ist immer genehmigungspflichtig.
 
Wie stelle ich einen Antrag? Dieser wird schriftlich, per Mail oder auf dem Postweg, beim Umweltdienst eingereicht. Dieser trifft sich dann mit Ihnen vor Ort und schreibt anschließend ein entsprechendes Gutachten, welches dann der genehmigenden Instanz vorgelegt wird.
DENKMALSCHUTZ

In unserer Gemeinde befinden sich verschiedenen Denkmal geschützte Gebäude oder Landschaften, die aus historischen oder/und landschaftlichen Gründen unter Schutz gestellt wurden.

Alle diese Denkmal geschützten Einheiten sind mit von einer sogenannten „Schutzzone“ umgeben, in der jede Handlung, die das Aussehen des Umfeldes ändert, einer Denkmalgenehmigung unterworfen ist.

Wohnen Sie also in der Nähe eines dieser Denkmäler und möchten anbauen, umbauen, abbrechen, Fällen,…, zögern Sie nicht mit dem Umweltdienst Kontakt aufzunehmen, der Ihnen sagen kann, ob Sie sich in der Schutzzone befinden und Ihnen, falls ja, die erforderlichen Schritte erläutern kann

 

Kommunaler NATURENTWICKLUNGSPLAN
Der Kommunale Naturentwicklungsplan (KNEP) hat als Zielsetzung den Zustand der Artenvielfalt auf dem Gemeindegebiet zu erfassen, zu erhalten und zu entwickeln. Der KNEP basiert auf eine breite Bürgerbeteiligung, die im Rahmen von Arbeitsgruppen zum Ausdruck gebracht wird.
Diese AG setzen sich aus freiwilligen Bürgern zusammen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten an den Sitzungen teilnehmen und Projekte zum Erhalt oder zur Verbesserung der Artenvielfalt auf dem Gemeindegebiet ausarbeiten. Die jeweiligen Projekte werden dann im Rahmen von Vollversammlungen begutachtet, ausgewählt und der Gemeinde zur Verwirklichung vorgeschlagen.
Die Verwirklichung wird dann durch die KNEP-Partner (die Bürger) unter finanzieller und logistischer Mitarbeit der Gemeinde ausgeführt.
Jeder interessierte Bürger, ob mit, oder ohne Naturkenntnis ist herzlich willkommen.
Der Koordinator des KNEP, Frédéric GABRIEL – pigeldi@live.be - gibt unverbindliche Informationen und informiert über die nächsten Termine.
NATURSCHUTZ
  1. Naturschutzgebiete
In der Gemeinde befinden sich 3 anerkannte Naturschutzgebiete: der „Casinoweiher und die Galmeihalden“, die Galmeitrift „Koul“ und das Lontzener Bach-Tal.
Die beiden ersteren beherbergen Pflanzen und Tiere, die an die Schwermetall haltigen Böden gebunden sind und europaweit extrem selten sind. Die markanteste Art ist das „Galmeiveilchen“.
Das Lontzener Bach-Tal ist bekannt wegen seiner einzigartigen Pflanzenvielfalt, die auf den Kalkböden bestens gedeiht. Die wohl bekannteste Art ist hier die gelbe Narzisse.
Wichtig:     in Naturschutzgebieten, insofern sie zugänglich sind, bleiben wir auf den Wegen, Pflücken keine Pflanzen und verhalten uns respektvoll.

  1. Natura 2000
Unsere Gemeinde beheimatet Flächen von „Europäischem gemeinschaftlichen Interesse“ die charakteristische Arten oder Pflanzen enthalten und/oder für deren Verbreitung wichtig sind. Diese Gebiete werden als „BE33007 – Das Göhltal oberhalb von Kelmis“ bezeichnet. In diesen gelten Bewirtschaftungsregeln, die ein harmonisches Miteinander von Natur und Mensch fördern sollen.
Einsehen kann man die Verteilung der Flächen hier.
RATTEN und deren Vertilgung

Ratten suchen die Nähe des Menschen, weil sie da einfach Nahrung finden. Entsorgen wir Nahrungsreste über die Abflüsse oder gar Fleischabfälle auf Komposthaufen, bieten wir den Tieren ein regelrechtes Schlaraffenland. Durch unser vorausschauendes Verhalten tragen wir also zur Verringerung der Anzahl dieser Nager bei.

Wir werden wir sie los oder halten sie im Zaum?

Die Kollegen von den technischen Diensten behandeln 1-2 X/Jahr sämtliche Abwasserkanäle in der Gemeinde. Stellen wir trotzdem Ratten in unserer Nähe fest, bekommen wir entsprechende Giftköder im Bauhof der Gemeinde.

 

Späte MAHD der Wegesränder
Warum mäht die Gemeinde nicht die Wegesränder? Eine gute Frage mit einer einfachen Antwort:

Die Gemeinde Kelmis ist im Jahr 2012 dem Abkommen "Späte Mahd" der Wallonischen Region beigetreten. Dies bedeutet, dass durch Fachleute ausgewählte Wegränder und Grünflächen erst im Spätsommer gemäht werden. Auf diese Art und Weise soll einheimischen Pflanzenarten, die schon immer die Wegesränder besiedelten, erneut ein Lebensraum geboten werden. Gleichzeitig wir somit den Schmetterlingen und sonstigen Fluginsekten eine Lebensgrundlage geboten.  Und ganz nebenbei entlastet dieses späte Mähen unsere Gründienste, die sich somit mehr der Pflege der sonstigen Grünflächen widmen können. Es wird sicherlich einige Jahre dauern bis die Maßnahme ihre volle Wirkung zeigt, aber dann können wir uns wieder an der Blütenpracht erfreuen.
Was mache ich mit Gegenständen, die RECYCELT werden können?
In unseren Haushalten fallen jede Menge Sachen an, wie Papier, Karton, Kunststoffflaschen, Konservendosen, leere Glasbehälter, Kleider, die wir nicht mehr tragen, Grünabfälle, Bauschutt…
Was machen wir damit? Einfach in den Müllsacke oder in den nächsten Straßengraben? Nein, auf keinen Fall! Diese Dinge können nämlich fast alle recycelt oder wiederverwertet werden.

2.1. Die blauen Säcke (PKMC)
In diesen können wir PET-Flaschen, Konserven Dosen, Getränke Kartons entsorgen. Die Säcke werden alle 2 Wochen am Haus eingesammelt, die jeweiligen Daten finde ich auf dem Entsorgungskalender , den ich am Jahresende bekommen habe.
Die blauen Säcke kosten 0,15 € das Stück und sind, wie die Müllsäcke im Gemeindehaus und in den Kaufhäusern „Carrefour Partner“ und „Colruyt“ erhältlich.
Die Säcke werden am Vortag der Sammlung ab 20 Uhr, jedoch spätestens für 7 Uhr am Tag der Sammlung am Straßenrand gestellt

2.2. Papier und Karton
Wird ebenfalls alle 2 Wochen, gleichzeitig mit den blauen Säcken. Wir bündeln dies in handlichen Paketen oder füllen damit Kartondosen, die wir gleichzeitig mit den blauen Säcken an den Straßenrand stellen.
Große Verpackungs Kartons (z.b. Möbel,… müssen klein gefaltet, oder aber zum Recycling-Hof  gebracht werden.

2.3. Altglas
Welches Glas ist hier gemeint? Flaschen, Konservengläser aus Weiß- und Buntglas.
Diese können wir in den Glascontainern entsorgen, die sich an verschiedenen Standorten  in der Gemeinde befinden.
Trinkgläser, Glasscheiben, Deko-Objekte aus Glas gehören hier nicht rein, sondern in den Bauschutt-Container im Recycling-Hof .
Wieso eigentlich ? Es handelt sich um verschiedene Glassorten, die einen anderen Schmelzpunkt haben. Gerät, z.B., ein Aschenbecher aus Glas in eine solche Schmelze, ist diese nicht brauchbar und muss endgelagert werden.

2.4. Gebrauchte Kleider und Schuhe
Haben wir alle zuhause. Entweder versuchen wir sie über einen Second-Hand Laden en den Mann, bzw. an die Frau zu bringen, oder wir entsorgen sie in einem Altkleider-Container.
Hier hat die Gemeinde Kelmis ein Abkommen mit dem Sozialbetrieb „Terre “ geschlossen welche an verschiedenen Standorten  in der Gemeinde Altkleider-Container aufgestellt hat.
Die Kleidungsstücke bitte in Tüten verpacken, die Schuhe bitte per Paar verschnüren.
Das Schöne an diesem Abkommen: der Sozialbetrieb beschäftigt langfristig schwer vermittelbare Arbeitskräfte und führt, nach einer qualitativen Sortierung die Kleidungsstücke der Kreislaufwirtschaft zu oder halt der Herstellung von Putz-Lappen und Textilfasern für verschiedenste Anwendungen.

2.5. Grünabfälle
Bitte nicht in die freie Natur damit und sicher nicht an das Ufer von Wasserläufen! Der aus den Zersetzungsprozessen entstehende Stickstoff (Ammonium, Ammoniak) und Phosphor reichern die Wasserläufe mit Nährstoffen an, was schlimme Folgen hat (Eutrophierung). Achtung! Vergehen in dieser Richtung werden straffrechtlich verfolgt.
Wohin denn damit?
•    Recycling-Hof : jeder Bürger kann hier pro Tag 1 m³ kostenlos abgeben.
•    BISA VoG : der Sozialbetrieb BISA VoG stellt für einen geringen Betrag Grün-Container in verschiedenen Größen zur Verfügung, die von März bis November wöchentlich geleert werden. BISA entsorgt ebenfalls auf Terminabsprache größere Mengen Grünabfälle, z.B. Heckenschnitt, Baumpflegeschnitt,…

2.6. Sperrmüll, wohin damit?
•    Die Gemeinde Kelmis hat ein Abkommen mit dem Sozialbetrieb RCYCL  abgeschlossen, der auf telefonischer Terminabsprache (087/55 48 78), den Sperrmüll am Haus abholt. Achtung!: frühestens am Vorabend der Abholung an die Straße stellen, am besten jedoch erst am Morgen der Abholung.
Vorteil: was wir dort abliefern wird wirklich weiterverwertet (Kreislaufwirtschaft oder Recycling). Auf Halde geht nur, was wirklich nicht mehr zu gebrauchen ist) und der Betrieb beschäftigt ebenfalls schwer vermittelbare Arbeitnehmer.
•    Recycling-Hof : jeder Bürger kann hier pro Tag 1 m³ kostenlos abgeben.

2.7. Der Recycling-Hof
Hier kann ich Folgendes entsorgen: Bauschutt, Grünabfälle, Sperrmüll, Motoröl, Speise-Öl, Fritten-Fett, Styropor, Korken, Batterien, leere Blumentöpfe, Elektrogeräte, Haushaltsgeräte, Glas, Papier, Karton, Holz, saubere Kunststoff-Folien (PE-PEHD), Autoreifen (max. 5 St./Jahr),…
Ein Leitfaden betreffend den Recycling-Hof erhalten Sie im Umweltdienst der Gemeinde oder hier  als PDF-Datei.

Wo finde ich den Recycling-Hof und wann kann ich dahin?
Lütticher Straße, 2 in Neu-Moresnet .
Öffnungszeiten: Di-Fr.: 9Uhr-12Uhr15 – 13Uhr-16Uhr45, Sa: 8Uhr30-12Uhr15 – 13Uhr-16Uhr45
Achtung!    Es kann vorkommen, dass zeitweise gewisse Container voll sind und die Mitarbeiter des Bauhofs bis zur Leerung verschiedene Fraktionen(insbesondere Bauschutt, Grünabfälle, Sperrmüll) verweigern müssen. Haben Sie größere Mengen, vergewissern Sie sich bitte vorab beim Hofleiter(087/63.04.74), dass noch Kapazitäten frei sind.
Darf da jeder hin und was kostet das?
Jeder Bürger der Gemeinde Kelmis kann im Recycling-Hof vorstellig werden. Hierfür braucht er nur seinen Personalausweis vorzulegen. Die Nutzung des Recycling-Hofs ist kostenlos, da dies über die jährliche Müllsteuer  beglichen ist.
WASSERSCHUTZ-Zonen

Die Gemeinde Kelmis fördert über 2 Tiefen-Brunnen (Putzenwinkel & Eyneburg ihr eigenes Trinkwasser. Um zu verhindern, dass diese Ressource kurz-, mittel- oder langfristig beeinträchtigt wird, sind diese Brunnen jeweils mit 2 Schutzzonen versehen:

  • Der Brunnenbereich

Hier ist der Zutritt nur den Mitarbeitern des Wasserdienstes erlaubt. Eine Verschmutzung würde hier nämlich innerhalb 24 Stunden den Brunnenkopf erreichen und die Ressource unnützbar machen.

  • Die erweiterte Schutzzone

In dieser Zone erreicht jede Verschmutzung in maximal 50 Tagen den Brunnenkopf. Sie ist demnach so ausgelegt, dass bei Unfall artigen Verschmutzungsereignissen entsprechend zeitnah reagiert werden kann.

Sie dient aber auch dazu die Gefahr die von langfristigen, diffusen Verschmutzungsereignissen zu minimieren.

Deshalb gelten hier besondere Regeln in Sachen Heizöltanks, Abwasserklärung, Düngemittel Gebrauch, Unkrautvertilgungsmittel, Betriebe, Veranstaltungen, Parkplätze,…

Wohnen Sie in einer der beiden Schutzzonen, möchten bauen, einen Betrieb einrichten, ein Loch graben,…, dann wenden Sie sich bitte an den Umweltdienst, der hier mit Rat und Tat bereit steht.

 

 

Wie entsorge ich meine HAUSHALTSABFÄLLE?
Unter Haushaltsabfall verstehen wir alles, was wir nicht mehr brauchen können und nicht der Kreislaufwirtschaft oder dem Recycling zuführen können. Diese werden, gemäß der geltenden Gesetzgebungen der Müllverbrennung mit Energierückgewinnung zugeführt. Ganz verloren sind sie also nicht, sie dienen der Stromherstellung.

1.1. Wie entsorgen wir diese?
Für die Haushaltsabfälle hat sich die Gemeinde für stabile Kunststofftüten aus Polyethylen entschieden, welches vollkommen neutral verbrennt.
Die Tüten einer Kapazität von 30L oder 60L erhalten Sie an der Gemeindekasse in der Kirchstraße, aber auch in den Kaufhäusern Carrefour Partner auf dem Kirchplatz und Colruyt an der Lütticher Straße.

1.2. Meine Tüte ist voll, was nun?
Nachdem wir darauf geachtet haben, dass diese nicht zu schwer ist, 10-15 kg gelten hier als Grenze, verschließen wir diese und stellen diese an die Straße, aber nicht gleich wann:
•    Wohne ich in Kelmis, werden diese am Mittwoch abgeholt. Ich stelle sie also frühestens am Dienstagabend, jedoch spätestens am Mittwochmorgen vor 7Uhr, gut sichtbar, an den Straßenrand;
•    Wohne ich in Neu-Moresnet, Hergenrath oder an der Lütticher Straße, werden diese am Donnerstag abgeholt. Ich stelle sie also frühestens am Mittwochabend, jedoch spätestens am Donnerstagmorgen vor 7Uhr, gut sichtbar, an den Straßenrand. Achtung: wohne ich in Hergenrath „Im Pannes“, sind die Säcke auf dem ersten Parkplatz vor dem „Belgacom-Gebäude“  abzustellen, da der LKW Schwierigkeiten hat zu den Häusern zu gelangen.

1.3. Kann ich andere Abfälle hinzufügen?
Nein, nur was sich in den gelben Säcken der Gemeinde befindet wird mitgenommen.

1.4. Was kostet das Ganze?
Die Gesetze der Wallonischen Region legen fest, dass das Verursacherprinzip gilt. Dies bedeutet, dass wir gemeinsam alle Kosten, die durch die Entsorgung unserer Abfälle entstehen bezahlen müssen.
Hierfür bekommen wir jährlich eine Aufforderung die Müllsteuer zu bezahlen (weitere Informationen hierzu finden Sie im Finanzdienst) und bekommen dafür eine bestimmte Anzahl Müllsäcke, die, wie die Höhe der Müllsteuer von der Familienzusammensetzung abhängt.
Haben wir mehr Säcke nötig, kaufen wir zusätzliche und bezahlen dafür entweder 0,60 € (30L) oder 1,20 € (60L).

Mitarbeiter des Umweltdienstes

Günther HAVENITH
Günther HAVENITH
Umweltberater
+32 87 639 837
 
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